Umweltfreundliche Wärme vom Dach

Liebenau. Die Solartechnik zur Warmwassererwärmung erfährt immer größere Verbreitung. Auf vielen Neubauten und zunehmenend auch bei bestehenden Häusern werden Sonnenkollektoren montiert. Eine richtig ausgelegte Solaranlage kann während der Sommermonate nahezu den kompletten Warmwasserbedarf decken. Das Duschbad oder die Wannenfüllung ist somit ohne die Verbrennung von Gas oder Öl zu genießen.

Sonnenkollektoren werden auf der südlich ausgerichteten Dachfläche des Hauses montiert. Eine Fläche zwischen 4 und 6 m² reicht aus, um den Warmwasserbedarf einer Familie zu decken. Zwei hochwertig isolierte Kupferrohrleitungen verbinden den Kollektor mit dem Warmwasserspeicher. Ein Frostschutz-Wassergemisch transportiert die mit dem Kollektor gewonnene Wärme zum Warmwasserspeicher. Während der Wintermonate wird die fehlende Sonnenenergie durch die vorhandene Heizung ergänzt.

Bei der Montage der Sonnenkollektoren empfiehlt es sich, auf ein Hand in Hand arbeitendes Team des Haustechnikers und Dachdeckers zurückzugreifen. Die Montage auf den Dach kann als Aufdach- oder Indachmontage erfolgen. Bei der Aufdachmontage werden lediglich an einigen Befestigungspunkten die Dachpfannen aufgenommen, um das Haltesystem zu montieren. Die Anschlußleitungen werden durch Lüftungspfannen nach innen geführt. Das Indachmontagesystem, überwiegend im Neubaubereich eingesetzt, ähnelt in der Konstruktion einem Dachfenster. Der Kollektor wird direkt auf den Dachlatten montiert und über einen Eindeckrahmen durch den Dachdecker an die weitere Eindeckung angeschlossen. Durch die gute Zusammenarbeit des Dachdeckers mit dem Haustechniker kann eine optimale Integration des Kollektors in die Dachfläche gewährleistet werden.
Gerald Lange/Knut Brüggemann